Bild

Landschaftspflegeversuche Börnchen

Mit der veränderten ökonomischen Situation nach der Wiedervereinigung und den damit zusammenhängenden landwirtschaftlichen Umstrukturierungen zeichnete sich ab, dass größere Grünlandregionen in den neuen Bundesländern, vor allem in Gebirgslagen, landwirtschaftlich nicht mehr genutzt werden. Da eine Verbrachung und Verbuschung großer Flächen aus naturschutzfachlicher Sicht und aus landschaftsästhetischen Gründen nicht erwünscht ist, war es notwendig, Methoden zur Erhaltung der offenen Kulturlandschaften zu entwickeln. Aus diesem Grund wurden die Landschaftspflegeversuche Börnchen initiiert.

Fragestellung war, mit welchem, geringst möglichen Aufwand können ehemals intensiv genutzte Grünlandflächen offen gehalten werden, und wie verändern sich unter verschiedenen extensiven Nutzungsvarianten die Parameter Pflanzensoziologie, Bodennährstoffe, Erträge und Futterinhaltsstoffe des Grünlandes. Diese Parameter wurden auf den ausgewählten Versuchsflächen über einen Zeitraum von zehn Jahren regelmäßig erhoben.

 

Bild        Bild

 

Der springende Punkt in diesem Projekt war die gezielte Integration aller Beteiligten, denn die vermeintlich unterschiedlichen Standpunkte von Landwirtschaft und Naturschutz galt es zu vereinen. Mit der Fokussierung auf das gemeinsame Ziel konnten wir so für alle Projektbeteiligten eine klassische Win-Win-Situation herstellen.

Bearbeitungsinhalte

  • Flächendeckende Biotoptypenkartierung zu Beginn und zum Ende der Versuchsreihe
  • Einrichtung und jährliche Aufnahme von 12 Versuchsflächen und 77 Dauerbeobachtungsflächen
  • Pflanzensoziologische Vegetationsaufnahmen
  • Diasporenuntersuchung
  • Beimpfung mit Diasporen
  • Dokumentation der Ergebnisse
  • Bewertung und Diskussion der Ergebnisse
  • Schlussfolgerungen für die Praxis

monitoring bild

Eckdaten

Auftraggeber
Sächsisches Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft (Bodenkunde und Landwirtschaft)
Herr Dr. Hachmöller
Tel.: 0351/8499215

Landesamt für Umwelt und Geologie
Herr Döring
Tel.: 0351/8928-320

Projektumfang
75 Dauerbeobachtungsflächen

Bearbeitungszeitraum
1995 bis 2005

zurück zur Übersicht